Muslimischer Feiertag in Deutschland?

Axel Matyba ist der Islam-Beauftragte der Nordkirche

Axel Matyba ist der Islam-Beauftragte der Nordkirche

Die Türkische Gemeinde in Deutschland fordert einen gesetzlich anerkannten muslimischen Feiertag. Dieser soll auf einer Stufe mit Weihnachten und Ostern stehen. Um die Integration zu fördern. Und als Signal an die muslimische Bevölkerung. Mit über vier Millionen Einwohnern in Deutschland sind die Muslime die stärkste Religion, nach dem Christentum. Das Thema soll auf der nächsten Islamkonferenz diskutiert werden.

Doch nicht alle Muslime sind geschlossen dafür.  Vertreter der säkularen Muslime kritisieren die Forderung als undiplomatisch und viel zu forsch. Hinzu kommt, dass sich die muslimischen Feste nach dem islamischen Mondkalender berechnen und deshalb jedes Jahr ein anderes Datum haben. Auch deshalb ist ein bundesweit anerkannter muslimischer Feiertag schwer durchsetzbar.

In Hamburg können sich Schüler muslimischen Glaubens seit 2012 an drei islamischen Feiertragen vom Unterricht befreien lassen. Arbeitnehmer dürfen sich ebenfalls freinehmen, müssen die verpasste Zeit allerdings nacharbeiten oder als Urlaubstag verbuchen.

Achim Baumeister hat sich mit Axel Matyba, dem Islam-Beauftragten der Nordkirche, unterhalten und herausgefunden was er über das Thema denkt. Als Pastor der deutschen Gemeinde in Kairo hat er schon christliche und muslimische Oberstufenschüler gemeinsam mit einem muslimischen Kollegen in Religion unterrichtet. Den Beitrag zum muslimischen Feiertag in Deutschland hört ihr in der nächsten Radio Skyline Sendung am 27. März um 18 Uhr auf TIDE 96,0.

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