Profi Basketball Team für Hamburg

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Das Büro von Pascal Roller in Hamburg Wilhelmsburg steht noch fast leer. Die Wände sind weiß und kahl. Zum Einräumen und dekorieren ist der Sportdirektor der neu gegründeten Hamburg Towers noch nicht gekommen. Achim Baumeister hat sich mit ihm über seine Ziele mit den Towers unterhalten.

Roller: “Wir gehen nicht an den Start und haben einen Investor im Rücken der mit uns in zwei Jahren die nationale Spitze angreifen will. Natürlich wollen wir uns dahin entwickeln, aber genau diese Entwicklung ist der Prozess, der es aus unserer Sicht so spannend macht”

Der Etat soll bei rund 4 Millionen Euro liegen. Damit würden die Hamburger in der Basketball Bundesliga im unteren Mittelfeld rangieren. Andere Teams wie Alba Berlin, oder FC Bayern Basketball, die vom Fußballclub finanziell unterstützt werden, haben zum Teil mehr als doppelt so viel Geld zur Verfügung. Statt mit Geld um sich zu schmeißen und teure Stars zu holen, wollen die Towers auf den exzellenten Hamburger Nachwuchs setzen. Zehn Prozent des Gesamtetats sollen in die Nachwuchsförderung fließen.

Es gibt bereits zwei Jugendteams in Hamburg, die in der Nachwuchs Bundesliga spielen. Nun ist es das Ziel, möglichst viele dieser Jugendspieler an das Profi Team heranzuführen. Bislang mussten Hamburger Talente die Stadt verlassen, wenn sie sich weiterentwickeln wollten. Es fehlte die Perspektive in der Bundesliga zu spielen. Das soll sich jetzt ändern. “Wir wollen ausbilden, wir wollen diesen Spielern auch Perspektive geben”, sagt Roller. Mit vielen Gesichtern aus Hamburg möchte er den Fans die Identifikation mit der Mannschaft erleichtern.

Schon jetzt sind Spieler, Trainer und Fans der Basketball Bundesliga begeistert vom Vorhaben der Hamburg Towers. Obwohl es noch nicht mal eine richtige Mannschaft gibt. Bisher steht kein Spieler unter Vertrag, ein Trainer wird noch gesucht. Das liegt daran, dass noch nicht klar ist in welcher Liga die Hamburger nächstes Jahr starten. Im Mai entscheidet der Ligaverband, ob die Towers eine Wild Card für die nächste Saison erhalten. Das würde allerdings nur funktionieren, wenn ein Team sein Startrecht in der Bundesliga nicht wahrnimmt.

Im letzten Jahr konnte der Aufsteiger Düsseldorf Baskets die finanziellen Auflagen der 1. Liga nicht erfüllen. Die Neckar Riesen Ludwigsburg rückten nach. Auf einen ähnlichen Fall hoffen die Towers auch in dieser Saison. Wobei ein Start in der 2. Liga mit geringerem Etat für Pascal Roller auch kein Problem ist. Für ihn ist ohnehin klar, dass die Towers früher oder später in der höchsten deutschen Spielklasse mitmischen werden: “Es ist nicht mehr die Frage ob, sondern wann in Hamburg Bundesliga-Basketball gespielt wird.”

Am 23. Januar ist der Beitrag zu den Hamburg Towers bei Radio Skyline zu hören.

 

 

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